Übersetzung von Werbekampagnen

Die Übersetzung von Werbung ist eine kreative Aufgabe. Dafür gibt es sogar einen Terminus technikus, und zwar nennt sich diese Übersetzungsart Transkreation. Bei diesem Prozess werden Botschaften der Werbekampagne übertragen, nicht die Sätze der Werbeslogans. Oft ist es schier unmöglich, inhaltlich den gleichen Satz in der Zielsprache mit einer vergleichbaren Botschaft zu bilden. Der Wahlslogan des US-Präsidenten Barak Obama „yes we can“ sollte man nicht mit „ja, wir können“ übersetzen. Das gleiche gilt für Überzungen ins Englische. Die Werbekampagne von Julia Timoschenko aus 2009 «вона працює», übersetzt eins-zu-eins ins Deutsche mit „sie arbeitet“ übermittelt nicht die Botschaft und verfehlt ihre Wirkung. Selbstverständlich hat Wer-bung stets einen kontextuellen Bezug, ohne welchen sich eine Werbebotschaft verliert. Auch dieser kontextuelle Bezug sollte mitübertragen werden. Fehlt er in der Zielkultur, sollte er durch die Übersetzung instituiert werden.

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